Den neuen Mobilitätsanforderungen gerecht werden

Um den neuen Mobilitätsanfordernissen sowohl im städtischen als auch in ländlichen Regionen gerecht zu werden, müssen viele Protagonisten zusammenarbeiten: Stadtentwickler, Verkehrsplaner, öffentliche und private Verkehrsanbieter, Taxiunternehmen, Carsharing- und Garagenbetreiber, Informationsdienstleister uvm. Die Zusammenarbeit von Mobilitätsanbietern im ÖPNV erfordert Kooperationsmodelle, technische Lösungen und die Neuorganisation der Finanzierungssysteme. Dass dies zu schaffen ist, zeigten die zahlreichen Praxisbeispiele im Rahmen der Fachkonferenz „Multimodale Mobilität in der Praxis“.

Speziell die stärkere Zusammenarbeit zwischen der Stadtentwicklung und der Verkehrsplanung wurde von Experten gefordert. Erfolgreiche Wohnbauprojekte, die auf die unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnisse der Bewohner eingehen, zeigen dass sich diese Zusammenarbeit lohnt.

DI Martin Kroißenbrunner, Leiter der Abteilung für Verkehrsplanung der Stadt Graz

DI Martin Kroißenbrunner, Leiter der Abteilung für Verkehrsplanung der Stadt Graz präsentierte Mobilitätsverträge, mit denen die Stadt Graz ein umfassendes Mobilitätsangebot für die Bewohner bereitstellt und damit die Stellplätze bei Neubauprojekten reduzieren kann.

DI Martin Röhrleef, Projektleiter Mobilitätsplattform Metropolregion, üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG

Wer wird der „Amazon“ der Mobilität, fragte DI Martin Röhrleef, Projektleiter Mobilitätsplattform Metropolregion, üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG und beschrieb, wie Mobilität immer mehr zur Dienstleitung wird, die auch für neue Anbieter interessant wird.

Dr. Susanne Grün vom Verband öffentlicher Verkehr Schweiz skizzierte eindrucksvoll, wie die Schweiz 250 verschiedene Mobilitätsanbieter erfolgreich unter einen Hut gebracht hat

Dr. Susanne Grün vom Verband öffentlicher Verkehr Schweiz skizzierte eindrucksvoll, wie die Schweiz 250 verschiedene Mobilitätsanbieter erfolgreich unter einen Hut gebracht hat und wie man mit dem 2015 eingeführten SwissPass sogar Schi fahren kann.

Die Herausforderungen, die eine polyzentrische Metropolregion wie Stuttgart an seine Verkehrsplaner stellt, schilderte Holger Haas von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH

Die Herausforderungen, die eine polyzentrische Metropolregion wie Stuttgart an seine Verkehrsplaner stellt, schilderte Holger Haas von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH.

Diskussion zu rechtlichen und technischen Fragen rund um die Echtzeit-Verkehrsdaten

Rechtliche und technische Fragen rund um die Echtzeit-Verkehrsdaten diskutierten Mag. (FH) Allegra Frommer, Geschäftsführerin, Salzburger Verkehrsverbund GmbH, Dr. Günther Leissler, Rechtsanwalt, Schönherr Rechtsanwälte GmbH und Ing.in Brigitte Lutz, MSc, Geschäftsbereich Organisation und Sicherheit, Magistratsdirektion der Stadt Wien.