Epcon 2012
17. IIR Jahreskongress für die österreichische Energiewirtschaft
EPCON 2012 – Energiebinnenmarkt bis 2014 und Energiewende bis 2020?
Realitäten und Utopien im Zeitalter von Energieeffizienz, Klimaschutz, Erneuerbaren Energien und Smart Energy
Die EPCON ging mittlerweile in die 17. Auflage. Der wichtigste unabhängige Fachkongress für die österreichische Energiewirtschaft versammelte von 23. – 25. April 2012 über 150 nationale und internationale Energieexperten im Congress Casino Baden. Die viel zitierte smarte Energiewende, die 20-20-20-Energiepolitik, der Ausbau des europäischen Energiebinnenmarktes sowie des flexiblen Energiemixes von Erneuerbaren Energieträgern und Gas bringen für die österreichische Energielandschaft massive Veränderungen. Darüber diskutierten u.a. Walter Boltz (Energie-Control Austria), Heinz Kaupa (Austrian Power Grid AG), Olaf Kieser (Energie Steiermark AG), Oliver Klitzke (GE Energy Germany), Jürgen Lenz (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.), Josef Plank (Bundesverband Erneuerbare Energie Österreich), Christophe Schramm (Europäische Kommission – DG Energy), Werner Steinecker (Energie AG Oberösterreich) und Susanna Zapreva (Wien Energie GmbH).
| |
| |
20-20-20 – Ein Wettlauf gegen die Zeit?
2020 ist für die Energiewirtschaft schon morgen. Für die Erreichung der 20-20-20-Ziele, muss die österreichische Energiewirtschaft gleichzeitig mehrere Herausforderungen bewältigen. Die Versorgungssicherheit im Zuge des Ausbaus der Erneuerbaren Energien kann nur mit der Bereitstellung eines Speichersystems bewerkstelligt werden. An der flexiblen Verknüpfung fluktuierender Energiemengen mit dem Backup-Energieträger Gas und den dazugehörigen Kraftwerken führt daher kein Weg vorbei. Allein mit Pumpspeicherkraftwerken ist der Ausgleich nicht möglich. Die Energieeffizienz bleibt die sensibelste Energieressource, weshalb Energieversorger mit der Umsetzung der Energieeffizienzrichtlinie mehr in die Pflicht genommen werden. Die europäische Regulierung muss den europäischen Energiebinnenmarkt, der eine merkbare Harmonisierung der Energiepreise gebracht hat, und den Netzausbau vorantreiben, ohne dabei Zielkonflikte zwischen Klimaschutz und Unbundling entstehen zu lassen. Mit der Ausarbeitung der Framework Guidelines und Network Codes folgen die nächsten Schritte. Die Reduzierung des CO2-Ausstoßes ist das maßgebliche Ziel der nächsten Jahre. CCS (Carpon Capture & Storage), CCU (Carbon Capture & Utilisation) und Kraft-Wärme-Kopplung können mögliche Optionen sein. Technologisch ist vieles schon möglich, es fehlen aber noch gesetzliche Grundlagen und Rahmenbedingungen. Als sicheres Indiz für die Notwendigkeit der CO2-Reduktion erweist sich der Klimawandel, der mit extremen Wettersituationen wie Trockenheit oder Sturm wirtschaftliche Schäden mit sich bringen wird, letztendlich auch für die Energiebranche.
Vom Energieversorger zum Energiedienstleister – Aber mit dem Kunden verscherzt?
Verbraucher werden zum Erzeuger, neue Geschäftsmodelle müssen entwickelt werden. Und mit der Telekommunikationsbranche tritt ein neuer Player in den Energiemarkt ein. Die Dynamik der intelligenten Energienetze ist noch schwer abschätzbar. Die Tendenz der Energiepreise zeigt eindeutig nach oben. Um einer Vertrauenskrise der Kunden zu entgehen, müssen Energieversorger zuerst Anreize und Nutzen vermitteln. Denn sonst droht mit zusätzlichen Kosten durch den Einbau der Smart-Meter-Geräte in die Haushalte der Kundenaufstand. Zudem bürgen das bidirektionale Energienetz und der Datenaustausch neue Bedrohungsszenarien für Hacking-Angriffe. Bevor der Betrieb der smarten Zählgeräte und Netze wirklich starten kann, müssen neben offenen Kunden- und Investitionsfragen noch zahlreiche Sicherheitsaspekte geklärt werden, damit sensible Kundeninformationen nicht in falsche Hände geraten und der Black-Out zur Realität wird.
Erneuerbaren Energien, Gaswirtschaftsgesetz und Gebäude zwischen Funktion und Form
Besondere Highlights der EPCON 2012 waren drei Spezialtage parallel zum Energiewirtschaftskongress. Welche Erneuerbaren Energien sind gekommen, um zu bleiben? Welche Marktregeln kommen mit dem Gaswirtschaftsgesetz 2011? Wie wird Architektur zu einem energieeffizienten Kraftwerk? Diese und weitere Fragen stellten sich viele weitere Experten aus dem Strom- und Gasbereich sowie Vertreter der Architektur und Gebäudeautomation.
SPEZIALTAG: Erneuerbare Energien
SPEZIALTAG: Welche neuen Marktregeln kommen mit dem Gaswirtschaftsgesetz 2011?
|
SPEZIALTAG: ENERGIE-ARCHITEKTUR Gebäude zwischen Funktion und Form Fotos zum Spezialtag finden Sie hier
IIR freut sich schon, seine Teilnehmer, Kooperations- und Medienpartner wieder auf der EPCON 2013 zu begrüßen!
Technologie-Partner der Epcon 2012:
Weiters präsentieren sich:
Medienpartner:
Weitere Informationen:
Mag. (FH) Martina Kögler
Tel.: +43 1 89159 322
e-mail: martina.koegler(at)iir.at


















